Schottenhof

Nennius: Historia Brittonum (8. Jh)

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Nennius beschreibt die Geschichte der Könige der Briten vom Anbeginn aller Zeiten. Hier werden sowohl die britischen als auch die schottischen und alle anderen westlichen Könige von Noah abgeleitet, während die Sachsen von ihrem Gott Wotan abgeleitet und somit als ein komplett anderer Menschenschlag abgeleitet werden.

Leider ist der Nennius für die mittelalterliche Darstellung komplett ohne Bedeutung. Allerdings ist der Blickwinkel eines britischen Mönches des 8. Jahrhunderts sehr interessant. Die Sachsen sind zwar bereits etabliert, werden aber noch als Fremdkörper empfunden. Die Schotten leben in Irland (das Königreich Dal Riada wird zwar erwähnt, wird aber noch eher als Enklave betrachtet - das ändert sich erst mit König Fergus 778). Die Pikten leben im Norden in Piktland, das später Schottland heißen wird. Und von Nordmannen hat noch niemand gehört (der Überfall auf Lindisfarne findet später statt - 793).

Alles in allem erstellt Nennius das letzte Abbild eines britischen Britanniens. Heutige Sagengestalten wie Ambrosius (Merlin), Artus oder St. Patrick werden neben historisch nachprüfbaren auf eine Art dargestellt, die den Anschein erweckt, als kenne Nennius noch historische Tatsachen, die heute bereits verschüttet sind.

Die englische Übersetzung erfolgte durch J.A. Giles 1848.

Quellen

Letzte Änderung: 26.06.10

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